Navigation überspringen

Psychologische Therapie

Für Patienten mit orthopädischer Leiden ist die psychologische Abteilung offen für alle, die sich in einem Gespräch mit uns Zeit nehmen wollen, über das zu reden, was sie beschäftigt. Wir wollen Sie dabei unterstützen, hilfreiche Denk- und Verhaltensweisen gezielt zu stärken, um dadurch zu mehr Lebensfreude und Wohlbefinden zu gelangen. Wir möchten auch dazu beitragen, dass Sie auch die psychischen Dimensionen Ihre körperlichen Leidenszustände verstehen lernen. Die eigenen Einflussmöglichkeiten auf einen konstruktiven Umgang mit der Krankheit können vielleicht so wieder gesehen werden.

In den Einzelgesprächen kann alles zum Thema werden, was Sie belastet. Hierbei kann es zum Beispiel darum gehen, wie Sie mit Ihrer körperlichen Erkrankung und den daraus folgenden Einschränkungen so umzugehen lernen, dass Sie Ihre Lebensfreude aufrecht erhalten und die geduldige Beharrlichkeit aufbringen können, die nötig ist um systematisch die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Es können aber auch Depressionen, Ängste, Stress, Konflikte im beruflichen oder im privaten Umfeld, Schlafstörungen, Übergewicht, Suchtverhalten, aber auch Gedächtnis- und/oder Konzentrationsstörungen angesprochen werden

Chronische Schmerzen können die gesamte Lebensführung eines Menschen ungünstig beeinflussen. Stimmungen und Gedanken werden häufig in zunehmendem Maße als negativ erlebt, die sozialen Beziehungen und Interessen engen sich ein. Als weitere Folge chronischer Schmerzen sind nicht selten ein sozialer Rückzug und Probleme im beruflichen Umfeld zu beobachten. Aufgrund dieser vielfältigen Auswirkungen des chronischen Schmerzes auf alle Ebenen des Erlebens und Verhaltens ist auch die psychologische Behandlung notwendig. Die im Reha-Zentrum durchgeführte psychologische Schmerztherapie basiert auf verhaltenstherapeutischen Grundkonzepten. Sie wird als Schmerzbewältigungsgruppe angeboten und setzt sich aus informativen und übenden Einheiten zusammen. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind u.a.:

  • Unterscheidung von akutem und chronischem Schmerz
  • Darstellung eines multidimensionalen Schmerzmodells
  • Veränderungen negativer Einstellungen
  • Aufzeigen und Üben schmerzreduzierender Techniken

Falls notwendig werden in Einzelgesprächen einige Themen vertieft.

Die Schulung der Fähigkeit, sich auch in ungünstigen Situationen systematisch entspannen zu können, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der psychologischen Abteilung einer Rehaklinik. Entspannungstechniken eignen sich zur Unterstützung bei Stress, chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, Ängsten, Konzentrationsstörungen und bei der Entwöhnung von Suchtmitteln. Als Grundlage der Entspannungsverfahren wird die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson angeboten. Darüber hinaus werden auch Techniken zur Kurzentspannung im Alltag angeboten.

Biofeedback ist ein Verfahren, bei dem körperliche Prozesse der bewussten Wahrnehmung zugänglich gemacht werden. Es werden je nach Anwendung bestimmte physiologische Parameter (z. B. Temperatur der Haut, Stärke der Muskelanspannung, Hautleitfähigkeit etc.) gemessen und als Licht- oder Tonsignale zurückgemeldet. Das Ziel ist das Erlernen einer willentlichen Veränderung der ablaufenden Prozesse in eine therapeutisch gewünschte Richtung.

Als unterstützende Methode wird Biofeedback eingesetzt bei der Schmerzbehandlung, zur Vertiefung von Entspannung und zur begleitenden Therapie bei unterschiedlichen Erkrankungen, in denen psychosozialer Stress eine Rolle spielt

Diese Themen könnten Sie auch interessieren: